Gelber Knollenblätterpilz (roh tödlich giftig)

(Amanita citrina, Syn.: A. mappa)

Der gelbe Knollenblätterpilz hat unterirdisch ein wichtiges Bestimmungsmerkmal: die Knolle, das reicht aber nicht, um ihn vom grünen Knollenblätterpilz zu unterscheiden. Die Hutfarbe ist leider kein sicheres Unterscheidungsmerkmal. (Foto 10/2021)
(Foto 10/2021)

Dieser Pilz birgt einen der wirklich großen Fehler, welchen man beim Sammeln machen kann. Die Verwechslung mit dem grünen Knollenblätterpilz. Nach dessem Verzehr geht es einem binnen der ersten 24 Stunden schlecht, dann wieder gut und dann stirbt man langsam binnen 14 Tagen, drei Wochen, wenn man keine neue Leber bekommt. An diesem Punkt angekommen, wünscht man sich sehnlichst die Widerspruchslösung bei der Organspende herbei, denn noch gibt es keine andere Lösung und zu wenig Spender. Bis dahin sollte man einen Organspenderausweis bei sich haben. Der hilft einem nicht selbst, aber anderen.

Der gelbe Knollenblätterpilz hat ein Gift, dass nicht hitzestabil ist. Es ist auch keine große Sache, dass man ihn auch gebraten nicht verzehren sollte, denn er hat einen schlechten Geschmack.

Violetter Schleierling

Der Pilz ist essbar und eigentlich nur in dieser Größe und Ausprägung selten. Herr Ingo Hartung, unser Chefmykologe, hat in seiner 52 -jährigen Mykologenlaufbahn noch keinen größeren dieser Art gesehen.

Meiner jetzigen Erfahrung nach schmeckt der Pilz eher langweilig bis schlecht. Ich lasse ihn beim nächsten Mal stehen und mache eher ein Foto.

Der Pilz ist essbar und eigentlich nur in dieser Größe und Ausprägung selten. (Foto 10/2021)
violetter Schleierling - Stiel im Anschnitt
Der Stiel ist in Hutnähe mit einem braunen Sporenschleier bedeckt. Dies ist ein Bestimmungsmerkmal. (Foto 10/2021)
(Foto 10/2021)

Der Stiel hat eine etwas festere, violette „Rinde“ und ist innen fluffig und weiß.

Rötlicher Holzritterling

Rötliche Holzritterling (Tricholomopsis rutilans)

Rötlicher Holzritterling
(Foto 10/2021)

Ein typisches Trio im Laub

rötlicher Holzritterling
Dieses Exemplar ist ebenfalls stark angefressen. (Foto 10/2021)
rötlicher Holzritterling
(Foto 10/2021)
rötlicher Holzritterling
(Foto 10/2021)

Jung ist er als kleine Teilmenge in einem Mischpilzgericht verwendbar. Dieser Blätterpilz schmeckt leicht säuerlich, was sowohl angenehm als auch störend empfunden werden kann. Die richtige Balance muss man halt finden, also beim sammeln nicht gierig werden. Außerdem kann er in sehr seltenen Fällen mal etwas schwer im Magen liegen.

Glänzender Lackporling

(Ganoderma lucidum)

Glänzender Lackporling
Glänzender Lackporling
Hier erkennt man den Porlingtypischen, jetzt abgerissenen Stiel.