Goldfliege

Lucilia caesar

Lucilia caesar
Jeder kennt sie, kaum einer liebt sie Lucilia caesar.

Merkmale

  • Metallisch grün bis golden glänzender Körper → typisch für Lucilia-Arten.
  • Größe: ca. 6–12 mm.
  • Große, rötlichbraune Facettenaugen.
  • Transparent schimmernde Flügel.

Verbreitung & Lebensraum

  • Weltweit verbreitet, besonders in gemäßigten Zonen.
  • Häufig in Gärten, Parks, auf Wiesen, an Aas, Müll, aber auch an Blüten.
  • Die Fliegen sind tagaktiv und lieben warme, sonnige Plätze.

Bedeutung

  • Ökologisch wichtig:
    • Ihre Larven zersetzen Aas und organische Abfälle, tragen also zum Nährstoffkreislauf bei.
    • Adulte Tiere (wie auf deinem Bild) saugen auch an Nektar und können dabei als Bestäuber wirken.
  • Medizinisch relevant:
    • Lucilia sericata wird in der modernen Wundbehandlung (Madentherapie) eingesetzt.
    • Speziell gezüchtete, sterile Maden fressen abgestorbenes Gewebe, reinigen die Wunde und regen Heilung an.

Problematische Seite:
Die Fliegen können Krankheitserreger übertragen, wenn sie von Aas oder Exkrementen auf Lebensmittel wechseln.
In der Tierhaltung sind sie als Erreger von Myiasis (Befall mit Fliegenlarven) gefürchtet, besonders bei Schafen („Sheep strike“).

Hornissenschwebfliege

Die Hornissenschwebfliege (Volucella zonaria) ist allein schon durch seine Größe ein beeindruckendes, schönes Insekt.

Ich habe es in Gerbisbach an einem Sommerflieder entdeckt. Die Lage ist auch hier echt abgefahren beängstigend, weil so wenig Insekten unterwegs sind. In meiner Jugend war es nicht möglich auf einem Sommerflieder ein einzelnes Insekt auf einer Blütenrispe zu fotografieren, weil soviel los war.

Die Larve ernährt sich in Nestern von Wespen, Hummeln oder Hornissen von dort verendenden oder gestorbenen Larven. Das bringt dem einen Partner in dieser Beziehung Nahrung, dem anderen Hygiene – Kommensalismus.

Imago kommt nach Larve und Puppe. Imago wird das geschlechtsreife Insekt genannt. Das stellt das „Bild“ der Art dar, daher Imago.

Die Hornissenschwebfliege ernährt sich als Imago vom Nektar verschiedenster Blüten.

Wie für Insekten üblich hat auch dieses 6 Beine. Wie für Fliegen üblich hat dieses Insekt ein Flügelpaar und nicht zwei, wie die Bienen und Wespen. Das ist ein sicheres Unterscheidungsmerkmal – gerad für den Laien.

Die weißen Körnchen am Flügelansatz können Parasiten sein.